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Aktuelles von Dienstag, 17.5.2005

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Luftwaffe fängt Kleinflugzeug ab
von Wilhelm Schröer

Zwei Kampfflugzeuge der Bundeswehr haben am Montagabend in Baden-Württemberg ein verdächtiges Kleinflugzeug aus Polen ohne Funkkontakt abgefangen und zum Zielflughafen begleitet. Grund für den Alarm: In dem Kleinflugzeug war die Elektronik ausgefallen.

Wie ein Sprecher der Luftwaffe mitteilte, hatte die "Piper PA 46-310P" (Mitglied der MMIG46) aus dem polnischen Wroclaw (Breslau) mit zwei Personen an Bord kein Funksignal gegeben. Die Maschine habe bereits im polnischen Luftraum den Funkkontakt verloren. NATO-Überwachungsstellen meldeten dem Führungszentrum der Luftwaffe in Kalkar am Niederrhein die Maschine, sagte der Sprecher weiter. Gegen 18.34 Uhr starteten zwei Abfangjäger des Typs "Phantom F-4-F" des Jagdgeschwaders 74 in Neuburg an der Donau. Mit Handzeichen konnte der Mann den Piloten der Luftwaffe verständlich machen, dass an Bord seiner Maschine die gesamte Elektronik ausgefallen war. Die Luftwaffe begleitete die fünfsitzige Propeller-Maschine im Sichtkontakt nach Stuttgart-Echterdingen.

Bei der Landung gegen 19.40 Uhr in Stuttgart benötigte das Kleinflugzeug wegen Problemen mit dem Fahrwerk drei Anläufe. Währenddessen flogen die Kampfflugzeuge über Stuttgart im Tiefflug und schreckten die Bewohner auf.

In der einmotorigen Piper war die komplette Bordelektronik ausgefallen, so dass der Pilot in den Wolken regelrecht ohne Orientierung flog, sagte Oberstleutnant Hartmut Beilmann vom Pressezentrum der Luftwaffe in Köln-Wahn. Das Luftwaffen-Führungszentrum in Kalkar wurde nach den Terroranschlägen in New York vom 11. September eingerichtet und ist seit einem Jahr in Betrieb.



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