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Das Gute ist oftmals so nah

Ein Reisebericht von Dr. Michael Offermann

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Ein Reisebericht von Dr. Michael Offermann

Nur einer knapp 20 minütigen Busfahrt aus Baden Baden heraus bedarf es, heading west, und schon ist die Welt in wieder in Ordnung, kulinarisch zumindest.

Es waren allesamt streng Gläubige, die am Abend des 20.9.03 um 20.30h in die Herberge zum alten Kloster, auberge du vieux couvent, pilgerten.

Die Konfession der ca. 25 Gläubigen ist im Einzelnen ist nicht übermittelt, auch nicht ob Atheisten darunter waren, allerdings darf getrost unterstellt werden , dass traditionelle Kirchenoberen Ihre liebe Not hätten mit der besonderen Dreifaltigkeit, an die die Monotheisten allesamt streng glauben: 310, 350 oder 560 PS, versammelt hinter einem Propeller.

Die Gläubigen waren gekommen, um nach einem anstrengenden Konvent um die personelle, finanzielle und strategische Zukunft der Glaubensbruderschaft ihrem Götzen zu huldigen: der PA46 – in Form von Benzingesprächen und Fliegerlatein. Die bei allerdings mehr als dem traditionellen Wein und Brot, einem im nachhinein perfekt Gastronomie-Erlebnis: Service, Essen, Wein, Preis-Leistungsverhältnis: perfekt.

Einige Beispiele:

Comme apéritiv: un Pernaud, s il vous plait.

Als hors-d´euvre,Vorspeise : z.B. Schnecken in Blätterteil mit Knoblauch, Aussehen wie Frühlingsrolle, aber eben nicht chinesischer Garküchenabstammung, sondern cuisine francaise, de la patrie.

Hauptspeise: Ravioli mit Meeresfrüchten und Spätzle, die Ravioli natürlich selbst gemacht, ca. 15 x 15 cm, darunter, Meeresfrüchte vom feinsten.

Nachspeise : u.a. Mousse au chocolade mit einem Sahnehäubchen, und natürlich Café noir oder espesso, das Ganze begleitet von einen herrlichen und dennoch war zu beobachten, dass zum Parfait der eine oder andere Gast doch einen süßen weissen oder zum Lamm einen blumige Roten hinzu orderte.

Manche auch um den Durst zu stillen: Pils. Parbleu , wir haben getan, als ob wir es nicht bemerkt hätten.

Diese heilen Welt der sinnlichen Genüsse des Gaumens, wurde dann auch von niemandem beim Servieren gestört, was man (immerhin ca. 25 Gäste) bestellt hätte, es wurde gewandt, mit Charme und dem unnachahmlichen „Bon appetit“ von rechts serviert, der Wein wurde mit sichtbarem Etikett unbemerkt nachgeschenkt, unaufgefordert im Eiskübel geparkt, enfin, die Rechnung, l`addition, war ebenso dezent wie korrekt ohne jegliches Nachfragen bereit.

Wieso haben wir damals Koenigsbruck nur den Franzosen gelassen?

Unsere Empfehlung: wer Flügel hat zu fliegen, der gebe Baden EDSP ins GPS ein und ist nach der Landung dem kulinarischen Paradies nur noch einen Steinwurf weit entfernt.

(Die Menükarte zum downloaden als PDF-Datei)

Ein kulinarisches Highlight der anderen Art dann am Samstag Mittag:
nun nicht mehr „dejeuner“, sondern richtig deutscher „Brunch“, nicht unterm Schindel- oder Reetdach, sondern unter einer Stahlträgerkonstruktion, nicht auf Dielen, sondern weiss gestrichenem Betonboden, der Kamin ersetzt durch Dekoteile, die wie echte Hubschrauber aussahen, nicht Kerzenduft, sondern Motorölschwaden über den weisen Tischdecken.
Was aber der Inanspruchnahme des Buffets keinerlei Abbruch tat.

Und tatsächlich, ein ausgezeichneter Lachs mit Sahnemerrettich wurde geboten, ebenso sanft geräucherte Forelle, pikante Schlangengurke mit Dillsauße, delikater Krabbensalat, Tunfisch mit Oliven und Öl wie in der Bretagne, frisches Brot, um nur einige Zutaten dieses italienischen Vorspeisentellers zu nennen, und .. Gulasch natürlich.

Auch wurde Wein kredenzt, doch waren den meisten Brüdern die einschlägigen Vorschriften der Ersatzbibel LuftPersV noch geläufig, nach denen Alkoholgenuss innerhalb von 24 m vor den Flugzeugen untersagt ist. Anregung fürs nächste Mal: die Maschinen einfach weiter weg parken.

Die Appetizer -weniger für Gaumen und Zunge- als für Auge Ohr und Hirn: teils leicht, teils schwer verdauliches zu Firmengeschichten, GPS, Avionik, JAR-FCL, traumhaften Triebwerksalternativen, - aber das bedarf eigentlich keine Erwähnung.

Schließlich war die Gastgeberin, die Motorflug Baden Baden GmbH bemüht, kaum Piper Service Center geworden, einen möglichst guten Eindruck auf die Gläubigen und potentiellen Kunden zu machen, was ihr auch ohne jeden Zweifel gelungen ist.


Herzlichen Glückwunsch zu einem gelungenen Fly in und

Vielen Dank für die Gastfreundschaft an die


Frau Clarin sowie die Herren von Hardenberg und Greineisen

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